劉幸義 Shing-I LIU

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正義理論及其實踐--原文摘要(1)

Gerechtigkeit - Theorie und Praxis  Justice - Theory and Practice    May 25 - 27, 2009     Taipei, Taiwan       (1) 1. Young-Whan KIM Die personale Rechtslehre von Arthur Kaufmann 2. Shen-Chon LAI Gesinnung und Normenbegründung: von Kant bis Kaufmann 3. José Antonio SANTOS ARNAIZ Rechtsphilosophie und Gerechtigkeit bei Arthur Kaufmann 4. Csaba VARGA Coming to Terms with the Past. Principles and Constitutional Assessments (A Case Study of Hungary) 5. Alexander BRÖSTL Right to a Fair Trial and Judgements of Justice 6. Aurelio DE PRADA GARCÍA Glocal Justice 1. Young-Whan KIM Die personale Rechtslehre von Arthur Kaufmann Young-Whan KIM, Hanyang Universität in Seoul, Korea Abstract Die vorliegende Studie versucht, zunächst den rechtsphilosophischen Grundgedanken von Arthur Kaufmann in seiner späteren Zeit zusammenzufassen und daran anschließend den Wandel seiner Ansichten herauszustellen. Für ihn stellt das Thema der Rechtspilsophie das richtige Recht, d.h. die Gerechtigkeit dar, und ihre beiden Grundfragen lauten: 1) was ist richtiges Recht? 2) wie erkennen wir es? Beide Fragen ergeben zusammen eine rationale Thoerie der Gerechtigkeit als den Bewertungsmaßstab für das positive Recht. Bei der Suche danach geht er in seiner späteren Zeit vor allem von der umgreifenden Kritik gegen die Diskurtheorie aus, die eine prozedurale Theorie der Gerechtigkeit darstellt, wie vor allem von Jügren Habermas behauptet wurde. Ihre Kernthese besteht darin, daß es für die Richtigkeit bzw. Wahrheit einer normativen Aussage einzig und allein darauf ankommt, daß in einem rationalen Diskurs ein Konsens erzielt wird. Dagegen erhebt Arthur Kaufmann Einwände gegen drei folgende Punkt.. Zum ersten wird in Zweifel gezogen, ob die sog. ideale Sprechsituation nicht existiert, wie der Konsens immer ein fiktiver ist, auf den die sog. Diskurstheorie abzielt. Zum zweiten liegt die Hauptschwäche der rein prozeduralen Theorie in der Annahme, ohne Erfahung, ohne ihhaltliches auskommen zu können, was mit der Konsensustheorie der Wahrheit zu tun hat. Schließlich wird diese Konsensustheorie dahingehend kritisiert, daß die Wahrheitsfindung zu einem reinen Insichgeschäft wird. Damit soll aber zugleich behauptet werden, daß rein prozedurale Gerechtigkeitstheorien keine Berechtigung hätten. Denn es wird kaum in Frage gestellt, daß der Diskurs unabdingbar ist, um wenigstens intersubjektiv gültige konsensfähige Antworten zu gewinnen. Eher muß daher betont werden, daß sie durch die sachlich fundierte Theorie ergänzt werden soll. Hier erwähnt Arthur Kaufmann die Grundprinzipien ratuionaler Werterkenntnis, nämlich die drei tragenden Säulen des praktischen normativen Diskurses: das Argumentatonsprinzip, das Konvergenzprinzip und das Fallibilitätsprinzip. Nach dem Argumentationsprinzip soll der rationale Diskurs aus einer freien Argumentationsprinzip, in der alle Argumente zugelassen werden. Aber es soll durch das Konvergenzprinzip und das Fallibilitätsprinzip ergänzt werden, die besagen, daß kein Konsens endgültig ist, daß vielmehr jedes Argument prinzipiell korrigierbar ist. Nicht fallibel ist lediglich das Konsensprinzip selbst, daß kein erreichter Konsens endgültig sein kann. Aber was immer einen Diskurs bestimmen mag, ist es nötig, daß der Diskurs einen identischen Gegenstand zur Grudlage hat, der nicht der Diskurs selbst ist. Es liegt auf der Hand, daß es etwas geben muß, wovon überhaupt geredet wird. Wenn es also in einem juridischen Diskurs wirklich um das richtige Recht gehen soll, dann muß ihm ein Identität gewährleistender Rechtsgehalt zugrundeliegen. Und diese sog. „Unverfügbares“ sieht Arthur Kaufmann im Menschen als Person. Der Mensch als Person besimmt den jurisdischen Diskurs, nicht nur die Prozedur, sondern auch den Inhalt, wobei hervorgehoben werden soll, daß Person nicht Substanz, sondern Relation, genauer die Struktierheit von Relatio und Relata ist. In diesem Sinne ist Person das „Wie „ und das „Was“, woraus auch sich ergibt, daß der hermeneutische Zirkel allen Verstehens in der Person des Menschen begründet und daher uuaufhebbar ist. Wenn Arthur Kaufmann in dieser Weise eine personale Rechtslehre vertritt, ist der Wandel seines Gedankens insoweit zu registrieren, als er im Gegesatz zur früheren Zeit näher zum Relativismus heranrückt, was seinem Lehrer Gustav Radbruch sehr ähnlich erscheint. In diesem Sinne betont er nun angesicht der gegenwärtigen Risikogeselscahft den methodischen Pluralismus, weil im Bereich der normativen Wissenschaften kaum die eine und einzig richtige Erkenntnis auszumachen wäre. Aber um nicht in den absoluten Realtivismus zu verfallen, schlägt er eine Handlungsmaxime in einer Version des negativen Utilitarismuis vor. Sie laute: „Handle so, daß die Folgen deiner Handlung verträglich sind mit der größtmöglichen Vermeidung oder Verminderung menschlichen Elends.“ Daneben wird sie auf zwei Prinzipien, nämlich das Toleranzprizip und das Veranwortungsprinzip gestützt. Die Bedeutung des Toleranzprinzups kann daraus erhellt werden, daß die jeweilige Entscheidung toleriert werdn soll, wie immer sie ausfällt, wenn wir nicht in der Lage sind, rationale Entscheidungskriterien für Konfliktsfälle zu liefern. Aber wenn durch Toleranz unvrantwortliches Handeln bewirkt werden kann, soll das Toleranzprinzip durch das Verantwortugnsprinzip ergänzt werden und zwar mit der Folge, daß in risikoreichen Bereichen größte Vorsicht ein Gebot der Vernunft ist. 2. Shen-Chon LAI Gesinnung und Normenbegründung: von Kant bis Kaufmann Shen-Chon Lai, National Taipei Universität, Taiwan Zusammenfassung Kants Gesinnungsethik wird oft etwas einseitig als eine Theorie „weltloser Innerlichkeit“ gedeutet. Scheler kritisiert in seiner Wertethik aufgrund der Phänomenologie und eines ethischen Personalismus, daß Kants Gesinnungsethik ein Formalismus in der Ethik ist. Webers Wissenschaft der Politik kritisiert Kants Gesinnungsethik vor dem Hintergrund der Alternative zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. In dieser Arbeit wurden Kants Gesinnungsethik und ihre Probleme aus der Sicht der Kantkritik Schelers und Webers und die damit zusammenhängende Kritik und Interpretation der Gesinnungsethik Kants in der heutigen Diskussion dargestellt. Dabei wurde insbesondere auf die prozedurale Interpretation von Kants Ethik (Kaufmann, Höffe, Kaulbach), auf die Problematik der Normenbegründung, d.i. die transzendentalphilosophischen Normenbegründungen in der Diskursethik (Apel), auf die Lehre der kategorischen Rechtsprinzipien (Höffe) und schließlich auf den Anspruch auf die Möglichkeit einer integrierten Gerechtigkeits- und Tugendtheorie und einer integrierten Theorie der Ethik und der Anthropologie bei der kantischen praktischen Philosophie (O’Neill, Höffe) eingegangen. 3. José Antonio SANTOS ARNAIZ Rechtsphilosophie und Gerechtigkeit bei Arthur Kaufmann José Antonio Santos Arnaiz, Universität Rey Juan Carlos, Madrid, España (Spanien) Abstract Der vorliegende Aufsatz analysiert das Konzept der Gerechtigkeit bei Kaufmann. Ich konzentriere mich auf die philosophischen und rechtsphilosophischen Arbeiten Kaufmanns und lasse die strafrechtlichen Veröffentlichungen über Gerechtigkeit eher im Hintergrund. Der Einfluss Gustav Radbruchs ist der Schlüssel zum Verständnis des Werkes des Autors, obwohl man hier ebenfalls den Einfluss von Thomas von Aquin und Gadamer einbeziehen könnte. In Kaufmann sieht man den Fortbestand der systematischen Rechtsphilosophie seines Lehrers Gustav Radbruch. Beide Teile seine Rechtsphilosophie zwei Bereiche, verstanden im weiteren Sinne: eine allgemeine Teil und einen besonderen Teil. Diese Auffassung spiegelt wesentlich eine bestimmte Form von Rechtsphilosophie wider, die für Rechtsphilosophen reizvoll ist, und darüber hinaus die Klarheit der Ausführungen seiner Rechtsontologie hervorhebt. Kaufmann führte die Gedanken Radbruchs weiter, jedoch nicht nur auf der Ebene der Analyse und der Begründung der exakten Wissenschaft, wie die Marburger Schule es tat, sondern auch auf der Ebene der historischen Wissenschaften. Desweiteren kann man die Beeinflussung des südwestdeutschen Neukantianismus erkennen. Das Denken Kaufmanns beginnt, wo das Denken Radbruchs endete: seine Erfahrung (ebenso wie die seines Lehrers), dass Unrecht durch den totalitären Staat ermöglicht wird, erlaubt es, seine Konzeption der Gerechtigkeit in Zusammenhang mi dem Inhalt des richtigen Rechts zu betrachten. Seine Konzeption der Gerechtigkeit in engem Zusammenhang mit der Analyse der Fragen worüber, wann, wie und warum das Recht verpflichtet (und verpflichten kann). Kaufmann, im Gegensatz zu Radbruch, versteht Sein und Sollen nicht als methodischen Dualismus, sondern als in Relation stehend. Mit anderen Worten: Recht als eine Entsprechung von Sollen und Sein. Das Recht orientiert sich im Wesentlichen an der Verwirklichung der Idee des Rechts, was in einzelnen Fällen zur Erhöbung der Zweckidee über die Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit ist der Vorgänger des Begriffs des Rechts, weil diejenige besteht jedem sein Recht. Radbruch, wie auch Kaufmann, ist von der griechischen Philosophie beeinflusst; aber den Münchener Rechtsphilosophen kann man der tomistisch-aristotelischen Philosophie zuordnen. Die Unterscheidung zwischen verteilender und korrigierender Gerechtigkeit geht auf Aristoteles zurück. Einerseits hat erstere ihre Darstellung in dem ulpianischen Grundsatz: suum cuique tribuere, andererseits ist letztere eine Anwendung der Erstgenannten. Das zentrale Problem der verteilenden Gerechtigkeit besteht in ihrem Wesen, welches nicht aussagt, was das ‚Seine‘ ist. Die korrigierende Gerechtigkeit behauptet demgegenüber, dass sie in die Vertragsfreiheit und Privatautonomie eingreift. Demzufolge ist sie nicht abstrakt und formal wie die verteilende Gerechtigkeit. Darüberhinaus gibt es eine dritte Form der Gerechtigkeit, die Gesetzesgerechtigkeit vorgestellt von Thomas von Aquin. Diese hebt die Pflicht des Einzelnen gegenüber dem Ganzen hervor. Für Kaufmann stellt die ausgleichende Gerechtigkeit, die austeliende und die Gesetzesgerechtigkeit eine Sondergestalt des Sozialrechts dar. Die Notwendigkeit der Überwindung dieser Perspektiven kann man bei Radbruch sehen. Er begann erneut –wie auch Kaufmann- über Inhalte zu philosophieren. Radbruch war Neukantianer und verstand nur Aussagen über das Formale als wissenschaftlich belegt. Nur im rechtsphilosophischen oder werttheoretischen Relativismus findet er die Antworten auf die Problemen seiner Zeit. Dies steht im Gegensatz zum Relativismus Kaufmanns in seiner letzten Phase, jedoch kann man auch neukantianische Ansätze in seiner Rechtsphilosophie finden. In seinem Buch Rechtsphilosophie behauptet Kaufmann, dass das Gleichheitsprinzip für Radbruch nur formaler Natur ist, bedarf es eines materialen, die unter der Bezeichnung Zweckmäβigkeit unverbunden neben die Gleichheit und die Rechtssicherheit stellte. Später modifizierte Radbruch seine Lehre der Rechtsidee modifiziert, weil indem er Gerechtigkeit, Zweckmäβigkeit und Rechtssicherheit als ‚drei Seiten der Rechtsidee‘ charakterisiert. Kaufmann postuliert diesbezüglich, dass die Gerechtigkeit drei Aspekte hat: die Gleichheit, die Zweckmäβigkeit und die Rechtssicherheit. Bei der Gleichheit handelt es sich um die Form der Gerechtigkeit, bei der Zweckmäβigkeit um den Inhalt der Gerechtigkeit und bei der Rechtssicherheit um die Funktion der Gerechtigkeit. Kaufmann meint im Wesentlichen, dass die Gerechtigkeit Form, Inhalt und Funktion zugleich ist. Die Ansichten beider Denker ähneln sich bezüglich des Problems der Gerechtigkeit, Kaufmanns ausschlieβlich relativistische Betrachtungsweise des Rechts zeigt auf, wie ein gut verstander Relativismus eine demokratische und theoretische Begründung des Rechts und des Staats sein kann. 4. Csaba VARGA Coming to Terms with the Past. Principles and Constitutional Assessments (A Case Study of Hungary) CSABA VARGA, Pázmány Péter Catholic University, Budapest, Magyar (Hungary) Abstract 1. When a Criminal Past is Over Almost twenty years ago, when after the collapse of communism the first symposium on the issue had been organised in Hungary, I interventioned on a rather sceptical note, aware of that it is a potential catastrophe to administer justice in the aftermath of such political changes. At the same time, it would be likewise disastrous to eliminate its availability after criminal periods of history. We are clearly on the horns of a dilemma here. Our choice is that between the Devil and the deep sea. For it was clear right at the time that it is a sine qua non of any such process to grant, at least in principle, a minimal redress to the victims, and also to make certain that the related measures have a preventive effect. It is likewise necessary to denounce the negative developments in history, at least symbolically, by ruling out communism (whose ingrained practices still appear to linger) as an acceptable political alternative. Back at the time when the trust in the honest feasibility of a justitia-programme was still unbroken and all this seemed just to be a function of proper formulation justifiable for both sides, the rather modest and defensible target the governing party had on its agenda only ascertained that the victims are entitled to (1) a recognition by the National Assembly in representation of the whole nation, to (2) a judicial procedure through which those once victimising deeds and perpetrators are qualifiedly named, and to (3) a comprehensive documentation with the official clarification of all those relevant facts, accompanied by (4) some cultivation, funded from guaranteed state resources, of the continued historiography of the past. Within half a year, the Prime Minister commissioned a Committee for the Investigation of Unlawful Benefits, to which each member submitted a background paper to clarify respective positions. There and then, I formulated as a preliminary question: What is the consequence if the state does use its prerogative for fulfilling its punitive responsibility exclusively as a perspective for avoiding fulfilment? What if the state itself is the perpetrator? What if its politics are backed only by committed crimes and rewarded state criminals? An example from World War II Central European history may best illustrate the underlying conditions. At incidences of rape, the commanders of the Soviet occupying forces when official notice was made, reacted abruptly under military law, by shooting the offender. It could only be established subsequently that nevertheless this was the exception. The average practice was to expose those making complaint to immediate brutal, often murderous destiny. In any case, the only secure way was not to take cognisance of the crime committed. Is it then reasonable, fitting within the morality of the Rule of Law, that those transgressing any law and order would be the first beneficiary of the protection extended by a new law and order? That the new Rule of Law is tested and corrupted from the beginning by granting unpunishability for state-organised murderers? And all this simply because they held on long enough so that their self-granted statutory limitation could expire? With regard to the issue’s pending constitutional adjudication, also a call was formulated, emphasising that not even the declaration of the limitation period passed could be without problems. For once the routine is questioned, the insistence on routine is just as much a function of choosing for a genuinely creative, responsible/responsive decision as deciding upon substantive argumentation. Eventually, any of them is only justified by a political position. The issue had been reconsidered five weeks before the Constitutional Court was to take its decision. As to the alternatives, it was concluded that qualifying such arguments as legally irrelevant is the same stating that, in a legal sense, there is no difference whatsoever between an unmarried mother committing infanticide and the murders committed by and for the sake of, and subsequently openly rewarded by, a party state, with chances of prosecution systematically blocked—only provided that the time prescribed passed. As opposed to the claim that all it could only stand for witch hunt political justice, I also added: If we state that the regime was based not on guaranteeing human rights but on neglecting them, this is only an institutional statement. It is as party-neutral as if we stated: rain also falls in socialism. Anything could have in fact prevented the state from exercising its punitive power, without altering the problem’s characteristics one bit. Later on, the alert was also formulated that it would be a rather cynical solution impairing our future prospects if we agreed to grant impunity (let alone anonymity) to criminal state deeds. Not even the most ancient and primitive laws would allow anyone to gain by his sin. Any temporal limitation of criminal persecution can be enforced only if the state’s obligation to fight against crime was observed, if its agencies were ready to meet it. Otherwise no starting date can be attached to statutory limitation. For any other response would signal our disrespect for the law’s moral foundations and could only encourage would-be dictators. 2. Radical Evil on Trial As to the underlying legal aspects, a number of theoretical stands are analysed with regard to excuses as raised and refuted by NINO, as contrasted/complemented to by GOTI, MILLÁN, ORENTLICHER, SHKLAR, the French doctrine and international practice. By now, there is a new awareness of substantive values to be implemented through legal mediation, i.e., of the priority of practical problem-solving that can be the result of careful pondering and balancing, convinced that resolution is not simply to side with any limiting position in conflicts of values/interests without own sober assessment. This is the awareness of the fact that the law’s instrumentality is by far richer than any particular formula usually applied in everyday routine. Or, law is a complex (and never fully exploited) aggregate of instrumental values, working principles and ways of establishing coherences and inferences which we, by formally confronting available kinds of reasoning and argumentation in substantiation of a canonisable final decision, both serve and reproduce. Accordingly, practical challenge and conceivable legal response are not simply meant to qualify (by judging, criticising or even destroying) one another. Discourses in law are to strengthen them in dialogue and encounter within the formally perfected but never exhaustively actualised bounds of social acceptability and legal justifiability, to be re-conventionalised in socio-legal continuity, taken—instead of merely strict formalism—in a widened macro-sociological (cultural and civilisational) sense. 3. Constitutional Counter-revolution The Hungarian Constitutional Court’s political role in the transition process and its 11/1992 decision is monographically treated, covering both SÓLYOM’s “invisible constitution” and SZABÓ’s “constitutional criminal law”—contrasted to the criticism by DUPRÉ, SADURSKI and TEITEL—which were to formalise the notion of the Rule of Law reducing it to a morally emptied legal foreseeability. 4. Signs for a Liveable Perspective A decade ago, the criteria were set at an international level according to which “a legacy of grave and systematic violations generates obligations that the state owes to the victims and to society. They are in fact distinct duties, each one of which must be complied with to the best of the government’s abilities (1) to investigate, prosecute, and punish the perpetrators – a right of the victim to see justice done; (2) to disclose to the victims, their families, and society all that can be reliably established about those events – a right to know the truth; (3) to offer the victims adequate reparations – an entitlement to compensation and also to nonmonetary forms of restitution; and (4) to separate known perpetrators from law enforcement bodies and other positions of authority – a right to new, reorganized, and accountable institutions.” (MÉNDEZ) Drawing a balance of implementation hitherto actualised, it can be ascertained that none of them has been fulfilled in Hungary during the two decades labelled as “change of regimes” but resulting rather in “a regime re-instated” instead. The question may arise: What would be the answer of our Rule of Law, if state terrorism in devastation of humans swept over our people again? Whatever shameful it may be, but: silence, incompetence, and impotence. For the last word said is the same unique constitutional decision, with the legality of the self-prescription by the predecessor regime overwriting the chances of any successor regime. For no justices sensed any difference in whether or not criminal prosecution failed despite efforts legally required or had from the beginning been intimidated or deterred from having a start; that is, whether legal normality or abnormality of criminal terror over citizens and state machinery had operated the period of statutory prescription to be expired. For, from that time on, neighbouring states in Central Europe have already edified from our inability by edicting specific laws with the prospective effect that dictatorial annihilation of law shall never be recognised by the Rule of Law, for fear that self-legalisation of terrorism can end in its re-legitimation, and can also incite states in trouble to test it anew. All this is as if the negative prophecy by the writer and resistance activist, then president of the Czech Republic, HAVEL’s counter-ideology, extended for the entire region, were to have been implemented, excluding any calling to account even conceptually. For, according to him, “All of us are responsible, each to a different degree, for keeping the machine running. None of us is merely a victim of it, because all of us helped to create it together.” 5. Alexander BRÖSTL On Facts of Justice and on the Right to a Fair Trial Alexander Bröstl, University of P. J. Šafárik in Košice, Slovakia (Slovak) Abstract A. Law and Justice, Faces of Justice In regard to justice and injustice we have to enquire, which sort of action they are precisely concerned with... If “just” has more than one meaning, so also has: “injust” and “injustice” (Aristotle) Oath of men of Athens: “... and where there are no statutes to guide you, you are sworn to decide according to the best of your judgment (gnomei tei dikaiotatei krinein). So far, so good. Then you must apply these principles to the law as a whole.” The application of law and of dikaiotate gnome were set out and separated one from another. The principle of the “rule of law” was not limited by the dikoiotate gnome, but complemented by it. Otherwise, circumstances not foreseen in the laws would not have been judiciable. Case Mantitheus v. Boeotus (Demosthenes, On the Name (39; 1, 29, 40-41) “In cases which are not covered by the laws, you have sworn you will decide as in your judgment is most just...” “On the basis of what you deem most just, on the basis of the laws…” The law has two great objects: to preserve order and to do justice, and the two do not always coincide. About the history of the virtual (conceptual) equation of law with justice. Justice is not synonymous with law: it is possible for a law to be called just or injust (No law can be unjust – Hobbes). Ius est ars boni et aequi (Celsus) Two roots of Equity: έπιείκεια = 1. appropriate, convenient, fitting 2. opposed to strict law (άκριβοδίκαιος) aequitas = 1. essence of law 2. antithesis to strict law (ius strictum) What decisions are to be called „just decisions”? Judges make their decisions “according to law/justice”? Or is not justice the aim of law? Reducing justice to law. Just decision is not merely “a gust of a voice” (flatus vocis) Objective justice as a superior principle of creating a normative order (rules), social institutions and systems (Arthur Kaufmann). Introduction of the most important principles of the modern reasonable law into Constitutions and through this step into positive law leads to the problems concerning justice. The legislator (constitution-maker) was concerned by “realising the idea of justice in the Basic Law (Grundgesetz)”; e. g. decision of the German Constitutional Court, BVerfGE 3, 225 (233). Legal Justice The Parliament for the time being the sovereign in the United Kingdom, it is the author of all our positive law, and it exclusively sets the measure of legal justice and injustice (John Austin). Justice and/ as Fairness (Gerechtigkeit at Billigkeit) Fairness is usually considered as justice of an individual case. Is it or is it not? Justice describes that quality of an action, of an acting subject, a norm or a normative order, through which a correct, reasonable, and fair order will be created. To act justly is to take into consideration all relevant considerations. Justice is thus an optimal balance of considerations (Alice Tay) Tension: Universal Justice (iustitia universalis) – Particular (Individual) Justice (iustitia particularis) “Justice contents an insuperable tension within itself: equality is its substance, generality its form – and despite this it includes an effort to be just towards an individual case, towards an individual man in their uniqueness“ (Radbruch) Possible legal institutes created on account of this potential tension are, e. g. in administrative law = removing hardships, in criminal law = material correctives of the formal concept of crime (e. g., applying the principle of opportunity). Standards of Justice a) Correctness of the choice and interpretation of the legal rules applying to the case, b) Reliable knowledge of the relevant facts in the issue, c) Valid and correct proceedings used to reach the final judgment (due process of law, audiatur et altera pars, presenting the necessary evidence, not half-proof – semiplena probatio, etc.) Theory of Procedural Justice Three principles of a rational identification of values: 1. principle of rationality 2. principle of argumentation 3. principle of fallibility (Fallibilität) B. Right to a Fair Trial Article 6 of the European Convention on Human Rights provides a detailed right including the right to a public hearing before an independent and impartial court within reasonable time. Fair Trial Criteria: standards seen as numerous, complex, and constantly evolving. Pre – Trial Procedures – Actual Trial – Post Trial Procedures. Time as a Determining Factor of Justice The right to a trial without undue delay, right to be tried within a reasonable time (e. g., European Convention, Canadian Charter of Rights and Freedoms); speedy trial as a right guaranteed by the U. S. Constitution. Reasonable time defined: a) by a statute (legal justice); e. g. prosecution must be “ready for trial” within 6 months, b) determined by a Court under a substantive theory, c) criteria how to evaluate. Examples from the jurisprudence of the Constitutional Court of the Slovak Republic (CC SR): II. ÚS 26/95, II. ÚS 12/04 = pending cases from 1977 challenged in 1995, resp. 1987, and 2003. Both parties concerned (how justice may vary during the time and how it may be considered from different perspectives: II. ÚS 32/03 of the CC SR) Denegatio justitiae. Post – Trial Rights: The Right to Appeal (Extending Time and Institutional Limits) Justice in changing/ different times and changing legal orders: ex post facto laws as holders of (individual) justice; restitutions in Civil Law cases. Conclusions. 6. Aurelio DE PRADA GARCÍA Glocal Justice Aurelio de Prada García, Rey Juan Carlos University, Madrid, España (Spain) Abstract The main topic of this paper arises from the need of reconsidering the present concept of justice due to the conceptual and practical crisis of it, as a consequence of globalization. The current dominant conception of justice, it is to say the state justice, is questioned in this work. This idea of justice shows the State as a place and subject of justice, giving frequently preference for the national citizen, more than the foreigners. Hence, this dominant conception in the dawn of 21th century is now in crisis, which is evident in the rising of new other kind of justice conceptions such as the “international justice”, “universal justice” or “global justice”. Due to the theoretical and practical tension on the definition of them, none of these new “paradigmatic definitions” can be considered as the alternative conception to the state justice. Nowadays, an example of this fact is represented in the unilateral assumption of the universal justice by some countries (such as Spain in the cases of presumed genocide in Chile and Guatemala) on which proceedings against the citizen of other country, a diplomatic conflict between the applicant State (the holder of the “universal justice”) and the respondent State (the “bounded to respond” as a subject of justice) can be originated. Considering those facts, this paper analyzes the origins of the state justice crisis, precisely founded in the crisis of the State, usually considered as the “natural” political organization, and also as an object and subject of justice. Following these ideas, this paper also studies the Chinese conception of the State; in fact the traditional Chinese character for the word «guỏ» (nation) includes the main elements of the traditional western conception of the State, is to say, sovereignty, population and territory, which can be easily identified on it. Here is also pointed the transformation on the conception of those elements as a consequence of globalization, more specifically with the irruption in this global phenomena of new conceptions about “time” and “space” which compels to create a new political and legal spaces because the common relations on the search of justice are not related only to the people of an specific country, but also with all the mankind, considering the present, past and future generations, inclusively the animals or plants. These conclusions must result in a redefinition of the role of the State as the dominant actor in politics, as well as in justice. The challenge to the conception of state justice is also a challenge to the power of the State itself; in other words, it is a challenge to the conception of the State considered as the natural political place. Our paper concludes with a concise proposal of this new legal and political conception of the justice, on which the paradigm is no longer the national justice, nor international justice, nor global justice, but the “glocal justice”. This new conception allows state justice to be seen not as the dominant paradigm, but instead, as an occupying part of a scale which ranges from the immediate local-global level, to the more extended global-local level in space-time terms.
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